Verwitterte Boote und verbrannte Skulls

Verwitterte Boote und verbrannte Skulls. Das ist die Bilanz nach zwei Jahren Obdachlosigkeit für SRC und GRC. Die Rudersaison 2016 konnten die beiden Vereine, dankenswerterweise, beim befreundeten Schülerruderverein RVPG in Rüngsdorf unterkommen. Allerdings lagerten Boote und Material im Freien, das war auch im vergangenen Jahr so. 2015 bot der BRV den Schülern die Möglichkeit den Ruderbetrieb notdürftig aufrecht zu erhalten. Die Lagerung im Freien schadet den Booten. Liberté, der SRC 4er, rottet vor sich hin. Das Dollbord hat sich mittlerweile vom Rumpf gelöst.
Mehrfach zerstörten Unbekannte Skulls. Verbrennen sie in der Feuerstelle auf dem Vereinsgelände des RVPG. Das ist frei zugänglich.
Vereinsleben
Marodes und kaputtes Bootsmaterial kann man ersetzen. Förderer und ehemalige Ruderer helfen bei Anschaffungen gerne aus. Ein zerbrochenes Vereinsleben können aber auch großzügige Spender nicht flicken.
Das ist das eigentliche Problem. Noch können die Schülerruderer des FEGs den Ruderbetrieb aufrecht erhalten. Das ist zu großen Teilen dem enormen Zusammenhalt innerhalb des Vereins zu verdanken. Die älteren Mitglieder haben das Vereinsleben im Bootshaus noch kennengelernt, wenngleich auch sie schon ohne Clubraum auskommen mussten. Wenigstens bot die Bootshalle ein Mindestmaß an Schutz vor Wind und Wetter. So konnten Boote Witterungsgeschütz repariert werden und nachdem Bootsdienst eine Runde Karten gespielt werden.
All das ist nun nicht mehr möglich. Ein gemeinsames Vereinsleben vor und nach dem Ruderbetrieb ist aber Kerninhalt der beiden selbstverwalteten Schülerrudervereinen. Der Ruderbetrieb und das Vereinsleben des GRC ist bereits stark reduziert. Durch die große Distanz zu Schule und Wohnort ist der Betrieb kaum aufrecht zu erhalten.
Aussichten
Ziel der Schüler, Ehemaligen, Freunden und Förderern ist es, das Vereinsleben und den Ruderbetrieb von SRC und GRC zu sichern. Dazu ist ein Bootshaus oder mindestens eine Unterkunft in einem Bonner Ruderverein nötig. Klar ist: Kein befreundeter Ruderverein in Bonn kann den Schülern aktuell eine Bootshalle zur Verfügung stellen.
Die Stadt hat ihre Aktivitäten augenscheinlich eingestellt. Die ohnehin schwierigen Gespräche mit Vertretern des Sport- und Bäderamts und des Stätischen Gebäudemanagement sind im Sande verlaufen. Ständig wechselnde Ansprechpartner erschweren die Kommunikation zusätzlich.
Die Schülerruderer machen sich ihre ureigene Selbstständigkeit und ihren Durchhaltewillen zu nutzen und machen in der Lokalpresse auf sich aufmerksam.
Aktuell besprechen Schülerruder, Förderereine und Bonner Ruderclubs Kooperationsmöglichkeiten.
Alles mit dem klaren Ziel, den Fortbestand der eigenständig organisierten Schülerrudervereine zu sichern und wieder zu stärken.

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